Anleitung: PDF verkleinern
- Ziehen Sie eine PDF-Datei in das Feld oben oder klicken Sie darauf, um sie auszuwählen. Seitenzahl und aktuelle Dateigröße werden angezeigt.
- Wählen Sie die Komprimierungsart. Für normale Textdokumente empfiehlt sich zuerst die Standard-Optimierung, für gescannte Dokumente oder PDFs mit vielen Fotos die starke Komprimierung.
- Bei der starken Komprimierung legen Sie Auflösung und Bildqualität fest. 100 DPI und 70 % Qualität sind ein guter Standard für die Ansicht am Bildschirm.
- Klicken Sie auf Komprimieren. Der Fortschritt wird Seite für Seite angezeigt; anschließend sehen Sie die Ersparnis und können die Datei speichern.
Warum PDFs so groß sind und wie das Verkleinern funktioniert
Den größten Teil einer PDF-Datei machen meist Bilder aus. Dokumente, die mit einem Scanner oder dem Smartphone aufgenommen wurden, bestehen Seite für Seite aus hochauflösenden Fotos – schon ab zehn Seiten kommen leicht mehrere Dutzend MB zusammen. PDFs, die direkt aus Word, LibreOffice oder Pages exportiert wurden, enthalten den Text dagegen als Vektorinformation. Sie sind von vornherein klein und lassen sich kaum weiter komprimieren.
Die Standard-Optimierung ordnet die interne Struktur der PDF neu. Mehrere Objekte werden in komprimierten Streams zusammengefasst und ungenutzte Informationen entfernt. Text und Bildqualität bleiben dabei vollständig erhalten. Da die Bilder selbst nicht verkleinert werden, liegt die Ersparnis je nach Dokument meist zwischen 0 und 20 %.
Die starke Komprimierung rendert jede Seite als JPG-Bild in der gewählten Auflösung neu und erstellt daraus eine neue PDF. Wird ein mit 600 DPI gescanntes Dokument auf 100 DPI gebracht, sinkt die Pixelzahl auf etwa ein Sechsunddreißigstel – die Datei wird entsprechend deutlich kleiner.
Welche Komprimierungsart passt zu Ihrem Dokument?
| Dokumentart | Empfohlene Methode | Hinweis |
|---|---|---|
| Bericht oder Brief aus Word bzw. LibreOffice | Standard-Optimierung | Text bleibt markier- und durchsuchbar |
| Gescannter Vertrag, Zeugnis oder Bescheid | Starke Komprimierung, 100–150 DPI | Ist ohnehin ein Bild, daher kaum Verlust |
| Katalog oder Portfolio mit vielen Fotos | Starke Komprimierung, 100 DPI | Bildqualität 70–80 % empfohlen |
| Dokument, das gedruckt werden soll | Standard-Optimierung oder 150 DPI | Bei 72 DPI wird der Ausdruck unscharf |
Im Ergebnis der starken Komprimierung lässt sich Text weder kopieren noch durchsuchen. Wenn Sie den Inhalt später noch brauchen, sichern Sie den Text vorher mit PDF-Text extrahieren.
PDF für E-Mail-Anhänge und Upload-Grenzen passend machen
- E-Mail-Anbieter, Bewerbungsportale und Online-Formulare von Behörden begrenzen die Dateigröße häufig auf Werte wie 10, 20 oder 25 MB. Versuchen Sie zuerst die Standard-Optimierung und, falls die Datei noch zu groß ist, die starke Komprimierung mit 100 DPI.
- Reicht das nicht, senken Sie die Auflösung auf 72 DPI oder die Bildqualität auf 50–60 %. Kleine Schrift kann bei 72 DPI schwer lesbar werden – prüfen Sie das Ergebnis daher unbedingt, bevor Sie es versenden.
- Wenn nur einzelne Seiten benötigt werden, ist es wesentlich effektiver, diese zuerst mit PDF teilen herauszulösen und dann zu komprimieren.
- Müssen mehrere Dateien als ein Dokument verschickt werden, komprimieren Sie sie einzeln und fügen Sie sie anschließend mit PDF zusammenfügen zusammen.
Auflösung und Bildqualität richtig wählen
Die Auflösung in DPI (Punkte pro Zoll) bestimmt, wie viele Bildpunkte jede Seite erhält. Die Bildqualität legt fest, wie stark die JPG-Kompression arbeitet. Beide Werte beeinflussen die Dateigröße.
- 72 DPI: kleinste Dateien, ausreichend für die reine Bildschirmansicht von Dokumenten mit großer Schrift.
- 100 DPI: guter Kompromiss für die meisten Scans, die per E-Mail verschickt oder hochgeladen werden.
- 150 DPI: etwas größere Dateien, dafür auch beim Ausdruck auf A4 gut lesbar.
Bei der Bildqualität bringen Werte zwischen 60 und 80 % meist das beste Verhältnis von Größe und Lesbarkeit. Sehr niedrige Werte führen zu sichtbaren Artefakten um Buchstaben und Linien.