Anleitung: Base64 Encoder & Decoder
- Geben Sie im Feld Klartext einen Text ein – rechts im Feld Base64 erscheint sofort das kodierte Ergebnis.
- Umgekehrt: Fügen Sie einen Wert in das Base64-Feld ein, erscheint links der Originaltext.
- Ziehen Sie ein Bild oder eine PDF in den Dateibereich darunter, erzeugt das Tool daraus eine data URI und den reinen Base64-String.
- Base64, das ein Bild oder eine Datei enthält, wandeln Sie mit der Schaltfläche Base64 als Datei speichern wieder in die Originaldatei um.
Was ist Base64-Kodierung?
Base64 stellt Binärdaten wie Fotos und Dateien oder Sonderzeichen wie Umlaute ausschließlich mit 64 Zeichen dar: Groß- und Kleinbuchstaben A–Z, Ziffern 0–9 sowie + und /. Verwendet wird das Verfahren unter anderem für E-Mail-Anhänge, für data URIs, mit denen Bilder direkt in HTML oder CSS eingebettet werden, für APIs, die Dateien per JSON austauschen, und für Authentifizierungs-Header beim Login.
Da jeweils 3 Byte in 4 Zeichen umgewandelt werden, ist das Ergebnis rund 33 % größer als das Original. Damit die Länge ein Vielfaches von 4 ergibt, werden am Ende 0 bis 2 Gleichheitszeichen (=) angehängt.
Base64 ist keine Verschlüsselung. Jeder kann es mühelos dekodieren – für den Schutz von Passwörtern oder personenbezogenen Daten ist es daher ungeeignet.
Warum Umlaute je nach Tool anders kodiert werden
Base64 wandelt keine Buchstaben um, sondern Bytes. Das Wort „Grüße“ ist in UTF-8 7 Byte lang (R3LDvMOfZQ==), in ISO-8859-1 bzw. Windows-1252 dagegen nur 5 Byte (R3L832U=) – daher unterscheiden sich die Ergebnisse. Das Web und die meisten APIs verwenden UTF-8, deshalb arbeitet auch dieses Tool mit UTF-8. Erscheinen nach dem Dekodieren falsche Zeichen wie „ü“ statt „ü“ oder Fragezeichen, stammt das Original vermutlich aus einer älteren Kodierung wie Windows-1252 oder es handelt sich gar nicht um Text, sondern um eine Datei.
URL-safe Base64 und data URI
Die Zeichen +, / und = aus normalem Base64 haben in Webadressen (URLs) eine besondere Bedeutung und führen dort zu Problemen. URL-safe Base64 ersetzt + durch - und / durch _ und lässt das abschließende = weg. Ein bekanntes Beispiel sind JWT-Token.
Eine data URI wie data:image/png;base64,iVBOR... enthält Dateityp und Base64-Daten zusammen. So lässt sich ein Bild ohne separate Datei direkt in HTML oder CSS einbinden. Bei kleinen Icons spart das Anfragen an den Server; große Bilder werden jedoch um 33 % größer und sollten besser als normale Datei eingebunden werden.
Dateigröße nach der Base64-Kodierung berechnen
Die Länge des Base64-Ergebnisses beträgt 4 × ⌈Originalbytes ÷ 3⌉ Zeichen. Weil aus 3 Byte 4 Zeichen werden, wächst die Größe etwa auf das 4/3-Fache.
- 3 Byte Original → 4 Zeichen
- 100 KB Original → ca. 133 KB
- 1 MB großes Bild → ca. 1,33 MB
Ein JWT-Token besteht aus drei durch Punkte (.) getrennten Teilen; der mittlere Teil ist JSON in URL-safe Base64. Fügen Sie nur diesen mittleren Teil ein, können Sie die enthaltenen Angaben lesen. Die Signatur wird dabei allerdings nicht geprüft – ob das Token vertrauenswürdig ist, lässt sich so also nicht beurteilen.